Fair Wear Foundation (FWF)

Die FAIR WEAR FOUNDATION (FWF) fördert weltweit faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie. Mit dem Beitritt zur FWF haben wir in der Continental Clothing Company uns verpflichtet, einen speziell für die Bekleidungsindustrieaufegstellten Verhaltens kodex einzuführen und dessen Einhaltung zu überwachen. Unternehmen, die Mitglied in der FWF werden und den Verhaltenskodex unterschreiben, verpflichten sich alles dafür zu tun, dass alle anderen Unternehmen innerhalb der Lieferkette diese Arbeitsbedingungen respektieren.

Unser Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex (“Code of Conduct“) für die Bekleidungsindustrie ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmenund der FWF.
Die Mitglieder  unterzeichnen den Kodex und aktzeptieren die unabhängige Überprüfung dessen Einhaltung.
Sie übernehmen somit Verantwortung für die Arbeitsbedingungen innerhalb der  Produktionskette.

Der Verhaltenskodex basiert auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Universalen Menschenrechtserklärung. Der Verhaltenskodex für die Bekleidungsindustrie umfasst die folgenden acht Punkte:

1. Keine Kinderarbeit
Es gibt keine Kinderarbeit. Die Beschäftigten müssen ihre Schulausbildung abgeschlossen haben und mindestens 15 Jahre alt sein.
Jede Form von  Sklaverei oder ähnlichen Praktiken wie Kinderhandel, Leibeigenschaft und Zwangsarbeit sind ausgeschlossen.
Kinder (zwischen 15 und 18 Jahren) dürfen keine Tätig keiten verrichten, die durch ihre Natur oder die Art und Weise der Ausführung die Gesundheit, Sicherheit oder Moral Beeinträchtigen können.
Übereinkommen 138 und 182

2. Keine Zwangsarbeit
Es gibt keine Zwangsarbeit, das beinhaltet auch Zwangsarbeit im Rahmen eines Schuldfreikaufs durch Arbeit von Gefängnisinsasse.
Übereinkommen 29 und 105

3. Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
Es werden Maßnahmen unter Berücksichtigung des derzeit verfügbaren Kenntnisstandes und möglicher spezifischer Risiken ergriffen, um eine gesunde und hygienische Arbeitsumgebung zu schaffen. Es werden nachhaltige Maßnahmen ergriffen, um Unfälle und Gesundheitsrisiken zu vermeiden, die aus der Beschäftigung resultieren oder mit ihr in Zusammenhang stehen. Risikofaktoren in der Arbeitssituation werden soweit wie möglich minimiert.
Physische Gewalt, unübliche Bestrafung oder Disziplinarmaßnahmen sowie sexuelle Belästigung oder andere Formen der Einschüchterung durch den Arbeitgeber sind streng untersagt.
Übereinkommen 155

4. Gültige Arbeitsverträge
Die Verpflichtungen des Arbeitsgebers, die aus den Sozialversicherungsgesetzenund Regulierungen eines normalen Arbeitsvertrages resultieren, werden nicht durch Einführung von Scheinarbeits- oder –ausbildungsverträgen umgangen, die einen Einstieg in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis nicht vorgesehen. Junge Beschäftigte sollen die Möglichkeit erhalten, an Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogrammen teilnehmen zu können.

5. Zahlung von existenzsichernden Mindestlöhnen
Löhne und andere Leistungen, die für eine normale Arbeitswoche gezahlt werden, entsprechen mindestens den gesetzlichen Mindestvorgaben oder den branchenüblichen Standards. Sie werden immer adäquat sein, sodass die Beschäftigten und ihre Familien davon leben können und darüber hinaus noch etwas zur freien Verfügung haben. Lohnabzug als Disziplinarmaßnahme ist nicht erlaubt, Lohnaabzüge asu anderen Gründen sind nur im gesetzlichen Rahmen gestattet. Die Abzüge dürfen niemals so ausfallen, dass der Beschäftigte weniger als den vorgenannten Mindestlohn erhält.
Die Beschäftigetn sind klar und adäquat über ihre Lohnbestandteile einschließlich Grundlohn und Zahlungsweise zu informieren.
Übereinkommen 26 und 131

6. Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen

Das Recht aller Beschäftigten eine Gewrkschaft zu gründen oder ihr beizutreten sowie Kollektivverhandlungen zu führen wird anerkannt. Arbeitnehmerver-
treter dürfen nicht diskriminiert werden und sollen Zugang zu allen Arbeitsbereichenhaben, soweit dies im Rahmen der Ausführung dieses Amtes notwendig sein wird.
Übereinkommen 87, 98, 135 und Empfehlung 143

7. Keine Diskriminierung von Beschäftigten
Personenhaftung, Lohnpolitik, Weiterbildungsmöglichkeiten, Beförderungspolitik, Beendigung der Beschäftigung, renten und allen anderen Aspekten von Beschäftigungsverhältnissen basieren auf dem Grundsatz der Gleichheit ohne Ansehen  von Rasse, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, politischer Orientierung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Nationalität, sozialem Umfeld und Behinderung.
Übereinkommen 100 und 111

8. Keine exzessiven Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten richten sich nach geltender Gesetzgebung und branchenüblichen Standards. Die Arbeiter werden keinesfalls verpflichtet werden, regelmäßig mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Sie werden mindestens einen freien Tag pro Woche erhalten.
Überstunden werden auf freiwilliger Basis geleistet, werden 12 Stunden pro Woche nicht übersteigen, werden nicht regelmäßig angeordnet und werden immer zusätzlich vergütet.
Übereinkommen 1

Gemeinsam mit der Ethical Trading Initiative, der Fair Labor Association, Social Accountabillity International, dem Workers Rights Consortium und der
Clean Clothes Campaign hat die FWF an der Joint Initiative for Corporate Accountabillity and Workers`Rights teilgenommen.